DER HIMMEL DES REICHS – 1944
Februar 1944: Operation Argument, die größte Luftschlacht der Geschichte.
Man vergisst es zu oft: Die Amerikaner und Briten waren nicht sicher, dass ihre Landung in der Normandie am 6. Juni 1944 gelingen würde. Ihr schlimmster Albtraum war das Auftauchen von 1 000 Jagdflugzeugen der Luftwaffe — mit den besten Piloten der Welt —, die ihnen die Luftherrschaft über den Stränden und dem normannischen Bocage streitig machen würden.
Eine der Voraussetzungen für den D-Day war daher die Vernichtung der Luftwaffe dort, wo sie konzentriert war — nämlich bei ihr zu Hause, im Himmel des Reichs. Eine wenig bekannte Operation mit dem Namen Argument wird im Winter 1943/44 vorbereitet und in der letzten Februarwoche 1944 gestartet. Sie vereint vier alliierte Luftarmeen — die nie zuvor versammelte Masse von 3 000 Bombern und Jagdflugzeugen.
Der Gedanke ist einfach. Die Produktion von Zehntausenden abwerfbarer Reservetanks wird es dem besten amerikanischen Jagdflugzeug, der P-51 Mustang — dem schnellsten der Welt —, ermöglichen, die Fliegenden Festungen B-17 auf dem gesamten Hin- und Rückweg bei ihren Angriffen auf die lebenswichtigen Infrastrukturen Deutschlands zu begleiten.
Die Luftwaffe wird keine andere Wahl haben, als alle ihre Jagdflugzeuge aufsteigen zu lassen, um der Bedrohung zu begegnen. Ihre Piloten werden dann unter das gekreuzte Feuer der 6 schweren Maschinengewehre geraten, die jeden Mustang bestücken, sowie der 11, die auf jeder B-17 montiert sind. Die Falle wird alle Erwartungen übertreffen: Die Luftwaffe wird in wenigen Wochen im eigenen Land vernichtet, die deutsche Industrie schwer getroffen und der Erfolg der Landung in der Normandie gesichert.
Dieses Buch ist das erste, das diese gewaltige, vergessene und dennoch entscheidende Schlacht erzählt.
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