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Der Dreißigjährige Krieg 1618-1648
Zwischen 1618 und 1648 war Europa den Verwüstungen des Krieges ausgesetzt. Keine Synthese hat bisher mit solcher Klarheit die Gewalt und die Tragweite dieses zivilen und europäischen Krieges aufgezeigt.
Die ersten Gefechte des Dreißigjährigen Krieges brachen 1618 in Böhmen aus, mit dem Prager Fenstersturz. Was zunächst wie ein Aufstand protestantischer Adliger gegen den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches erscheint, entwickelte sich zu einem beispiellosen Konflikt europäischen Ausmaßes. Er verwickelte die Habsburger von Wien und Spanien, Fürsten des Heiligen Römischen Reiches, den Papst, den König von Dänemark und den König von England, Schweden sowie das Frankreich Richelieus und dann Mazarins. Drei Jahrzehnte lang war der Kontinent Schauplatz beispielloser Gewalt: Die Auswirkungen der Verwüstungen und Plünderungen wurden durch Seuchen vervielfacht. Dieser Krieg, der mindestens 15 bis 20 % der Bevölkerung des Heiligen Römischen Reiches dezimiert haben soll, ist proportional der verlustreichste in der Geschichte des Kontinents. Es war unbedingt erforderlich, die Grundlagen eines dauerhaften Friedens zu legen – genau dies bewirkten die Westfälischen Verträge von 1648.
In diesem einzigartigen, auf Originalforschungen basierenden Werk legt Claire Gantet die erste wahrhaft globale Betrachtung des Dreißigjährigen Krieges vor. Auf der Grundlage einer ebenso lebhaften wie fesselnden Erzählung beleuchtet sie die Rolle der Männer, die von Anfang an versuchten, die Ausübung von Gewalt einzuschränken und zu regulieren. Der Westfälische Friede, das „Wunder der Welt", formte die Beziehungen zwischen den europäischen Mächten bis zu den Kriegen des 20. Jahrhunderts neu.
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