Auf den Spuren von Hauptmann Cam – Méhariste der Zwischenkriegszeit
Camille Mathieu tritt mit dem Eintritt in den Krieg ins Militär ein. Im Alter von 20 Jahren. Er hatte sich dem Lehrberuf gewidmet, doch im Donnern der Bomben und Granaten der ersten Gefechte von 1914–1918 offenbarte sich ihm seine militärische Berufung.
Er nimmt unter anderem an der Zweiten Champagneschlacht vom 25. September 1915 teil. Zweimal verwundet. Von den erlittenen Strapazen erschöpft, wird er mehrfach ins Lazarett eingeliefert. Da er nicht mehr kämpfen kann, wird er als Offizier für eingeborene Angelegenheiten nach Nordafrika versetzt.
Fast zwanzig Jahre lang, am Fuße des Großen Östlichen Ergs, in seinem von Sonne und Hitze bedrängten Bordj von Bir-Kecira, dient er beim Saharischen Goum von Tunesien, dessen Kommandeur er werden sollte, und widmet sich ganz den hoheitlichen Aufgaben – von der Verfolgung der Rezzous bis zur Überwachung von Habib Bourguiba, dem späteren Präsidenten Tunesiens.
In den ersten Wochen des Zweiten Weltkriegs, seit zweieinhalb Jahren wieder in der Heimat und zum Bataillonskommandeur befördert, wird er im Mai 1940 mit dem 14. Zuavenregiment in der Bataille de Lille eingesetzt. Nachdem er dem feindlichen Ansturm bis zur letzten Patrone Widerstand geleistet hat, ist er gezwungen, die Waffen zu strecken. In ein Oflag im Norden Deutschlands deportiert, findet Kommandant Mathieu 1945 infolge eines Bombenangriffs den Tod.
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