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DIE SENEGALESISCHEN TIRAILLEURS - Vom Eingeborenen zum Soldaten - Von 1857 bis heute
Die erste globale Geschichte eines mythischen Armeekorps. Durch kaiserlichen Erlass im Juli 1857 geschaffen, ist das erste Tirailleurs-Bataillon nur dem Namen nach senegalesisch: Dieses im Rahmen des französischen Kolonialreichs aufgestellte Militärkorps vereint in Wirklichkeit die gesamte "Force Noire" – das heißt die afrikanischen Soldaten dunkler Hautfarbe, die für Frankreich kämpfen.
Während Studien über die Rolle der senegalesischen Tirailleurs in den beiden Weltkriegen Legion sind, gibt es nur wenige Werke, die ihre gesamte Geschichte nachzeichnen – von der Gründung dieses Korps im 19. Jahrhundert bis zu seiner Auflösung im Jahr 1960. Anthony Guyon widmet sich sowohl kollektiven Entwicklungen als auch individuellen Schicksalen (dem Aktivisten Lamine Senghor, dem Widerstandskämpfer Addi Bâ oder dem Freien Franzosen Georges Koudoukou) und legt hier die erste umfassende Gesamtdarstellung zu diesem Thema vor.
Er blickt auf die Ruhmesmomente dieser Armee zurück – wie die Verteidigung von Reims 1918, die Schlacht von Bir Hakeim 1942 oder die Operation Anvil 1944 – ebenso wie auf die Tragödien, die ihren Weg ebenfalls säumen (zu nennen sind insbesondere die schrecklichen Massaker der Wehrmacht an ihnen während der Campagne de France).
Weit jenseits der üblichen Klischees – bei denen noch heute die erniedrigende Ikonografie von "Y'a bon Banania" zu den ersten mit der Identität der senegalesischen Tirailleurs verbundenen Elementen gehört – beleuchtet dieses zugleich vollständige und zugängliche Werk die ganze Komplexität ihrer Stellung auf halbem Weg zwischen den Kolonialgesellschaften und der Metropolverwaltung. Unbedingt lesenswert.
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