DIE MAROKKANISCHEN GOUMS 1941–1945
« Sie haben vielleicht schon von den marokkanischen Goums gehört. Die französische und angelsächsische Presse, stets auf der Suche nach Pittoreskem, hat sie während des Krieges oft beschrieben, manchmal mit einer Übertreibung, die ins Extravagante grenzt. Seit Ihrer Ankunft in Marokko haben Sie vielleicht bereits französische Unteroffiziere bemerkt, die stolz die himmelblau Kepi mit dem Halbmond und dem Siegel Salomos tragen. Sie haben vielleicht auch Marokkaner bemerkt, die wie Soldaten aussehen – dennoch ganz anders als Tirailleurs oder Spahis –, gekleidet in die marokkanische Djellaba, mit Naïls an den Füßen, dem Kopf bedeckt von einer Wollrezza oder einem Chèche, unter dem ihr rasierter Schädel hervorlugt. Nicht immer sehr elegant, haben sie bei Ihnen dennoch den Eindruck rauer Krieger hinterlassen. »
Begleitend zu den Gedenkfeiern des Zweiten Weltkriegs präsentiert dieses Werk eine Hommage an die marokkanischen Goumiers – jene Hilfstruppen des Marokkanischen Protektorats, die durch die Wirren des Krieges weit weg von ihren Heimatdörfern für Frankreich kämpften. Die Taten dieser farbenprächtigen, rauen Krieger werden hier in einem mit mehr als 300 zeitgenössischen Fotos illustrierten Band präsentiert.
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Oberst Gaujac rückt die Kämpfe sowie den Alltag dieser tapferen und zu selten erwähnten Soldaten ins Rampenlicht. Dieses Werk möchte sie mit dem Erfolg der französischen Waffen verbinden.
Es ist in Tunesien im Jahr 1943, dass die marokkanischen Goumiers auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs in Erscheinung treten. Die Notwendigkeiten des Konflikts haben dazu geführt, dass sie sich von Hilfstruppen, die in Marokko die Ordnung aufrechterhalten haben, zu vollwertigen Soldaten entwickelten, die an großen Gefechten teilnahmen. Sie erlangten von Beginn an Berühmtheit durch die Furcht, die sie bei ihren Gegnern erregten, aber auch durch die Publizität, die ihnen die alliierten Kriegskorrespondenten auf der Suche nach Pittoreskem und Sensationellem verschafften.
Auch wenn die Geschichte der marokkanischen Goums der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt geblieben ist, bildet sie dennoch den Hintergrund einer menschlichen Heldengeschichte, die man sich heute kaum vorstellen kann. Um sie zu erzählen, bedurfte es großer, aussagekräftiger Fotografien, die diese Männer in den Kämpfen und in ihrem Alltag zeigen. Das Thema ist es wert. Diese Männer, von denen sehr wenige Frankreich kannten, sind schließlich für es gestorben, aus Treue zu ihren Offizieren und dem gegebenen Wort. Sie alle – Goumiers, Maultiertreiber, Reiter, Offiziere und Unteroffiziere, die sie in den Kampf führten – verdienen gleichsam die Ehrerbietung, wie sie Marseille ihnen im August 1944 entgegengebracht hat.
Der Autor Paul Gaujac verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Toulon, wo er die Besatzungsjahre und die Tage der Befreiung erlebte. Oberst, ehemaliger Direktor des Service Historique de l'Armée de Terre, Autor von mehr als zwanzig Werken zur Militärgeschichte, darunter Le débarquement de Provence, La 3e DIA, de la Tunisie à Serval, Le Corps expéditionnaire français en Italie und l'artillerie américaine de la Seconde Guerre mondiale bei den Verlagen Lavauzelle und Histoire & Collections, ist er einer der führenden Spezialisten für den Zweiten Weltkrieg und insbesondere für die französische Befreiungsarmee.
- Autor 1
- Colonel Paul Gaujac
- Erscheinungsdatum
- Oktober 2021
- Seiten
- 208
- Illustrationen
- Mehr als 300 Fotos
- Sprache
- Français
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