DIE TAGE OHNE 1939–1949 ERNÄHRUNG UND MANGEL IN KRIEGSZEITEN
Sich ernähren: der andere Kampf
„Kein Brot mehr. Kein Fleisch seit vorgestern. Wie viele arme Menschen leiden. Viele Geschäfte haben nicht geöffnet, aus Mangel an Heizung oder Waren. Lyon ist still und fast menschenleer."
William Brunat, 2. Januar 1941
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Schon im Sommer 1940 stellte die Organisation der Lebensmittelversorgung eine der Prioritäten des Vichy-Regimes dar. Die Rationierung war nicht nur eine Antwort auf die Versorgungsprobleme, sondern stand auch in einem besonderen ideologischen Kontext: Sie wurde als eine der vielen Anstrengungen dargestellt, die notwendig waren, um Frankreich nach der Niederlage wieder aufzurichten. Die Einführung der Lebensmittelkarte wurde für die Zivilbevölkerung zum spürbarsten Zeichen der durch den Krieg ausgelösten Veränderungen. Diese „Ernährungsidentitätskarte" berechtigte zu einem Kontingent an Kupons oder Marken, die den Kauf bestimmter Lebensmittel in je nach Alter und Beruf unterschiedlichen Mengen erlaubten. Von nun an und für lange Zeit war kein Kaufakt mehr selbstverständlich.
19 x 24 cm
- Autor 1
- Isabelle Doré-Rivé
- Erscheinungsdatum
- April 2017
- Seiten
- 160
- Sprache
- Français
- Verlag
- Editions Libel
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