DIE JUNKERS JU-52 UND AAC.1 TOUCAN UNTER UNSEREN HOHEITSZEICHEN
Als deutscher Ingenieur war Hugo Junkers ein Pionier des vollständig aus Metall gefertigten Flugzeugbaus und entwickelte ab 1914 mehrere dem Lufttransport gewidmete Modelle. Als Krönung dieser Flugzeugreihe wurde der Prototyp der Junkers 52, der 1930 auf Bestellung der nationalen Fluggesellschaft Lufthansa entworfen wurde, zunächst als Einmotorige gebaut; anschließend flog die Ju 52 in ihrer endgültigen dreimotorigen Version 1932 zum ersten Mal, kurz bevor Hugo Junkers seine Werke verließ, die unter die Kontrolle der nationalsozialistischen Macht gefallen waren.
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Dank seiner Zuverlässigkeit und Robustheit erlangte die Ju-52 enormen Erfolg: Hauptsächlich in Deutschland mit über 4 200 Exemplaren gebaut, aber auch in Spanien mit 170 Stück unter der Bezeichnung Casa 352, flog sie unter den Farben mehrerer Fluggesellschaften. Leider war es vor allem ihr militärischer Einsatz durch die Luftwaffe im Spanischen Bürgerkrieg und dann im Zweiten Weltkrieg, der ihre markante Silhouette und ihr Wellblechkleid berühmt machen sollte.
In Frankreich produzierten die Amiot-Werke unter der deutschen Besatzung noch 538 Maschinen. Die Ju-52 ist so gut konstruiert, dass 1944, als die deutschen Armeen zurückweichen, die Entscheidung getroffen wird, die Produktion unter der Bezeichnung AAC.1 fortzuführen: Ziel ist es, die Lufttransportkapazität der damals im vollen Wiederaufbau begriffenen Streitkräfte rasch zu erhöhen. Aus den Fertigungslinien der Ateliers Aéronautiques de Colombes (AAC) kamen 415 AAC-1 hervor, die den Beinamen „Toucan" erhielten.
Bis in die 1960er Jahre hinein, neben den 38 bei den besiegten deutschen Streitkräften erbeuteten Ju-52, flogen die Toucan unter allen Breitengraden, wo Frankreich engagiert war: in Europa zur Rückführung von Kriegsvertriebenen, in Indochina, auf Madagaskar, in Afrika. Die Armée de l'Air war der Hauptnutzer, aber auch die Aéronavale wurde damit ausgerüstet. Air France und nicht weniger als siebzehn französische Fluggesellschaften, aber auch bestimmte Behörden, teilten mit den Streitkräften die Erfahrung mit der „Julie" – dem Spitznamen, den die Besatzungen dem robusten Dreimotorigen gaben.
Das Leben jedes dieser Flugzeuge unter den Hoheitszeichen der französischen Armée de l'Air und der Aéronavale zeichnet dieses Werk nach – reichhaltig dokumentiert durch Zeugnisse derer, die als Besatzung auf „Julie" flogen, und illustriert durch mehr als 800 Fotos und 50 Profile. Als zuverlässiges und robustes Flugzeug, von dem nahezu 5 400 Exemplare in Europa gebaut wurden, verdiente der legendäre Dreimotorige es allemal, dass die Seiten seiner langen Geschichte unter französischen Farben endlich in diesem ihm gewidmeten Buch vereint wurden.
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