DIE MARSCHÄLLE STALINS
Die Franzosen kennen die sechsundzwanzig Marschälle Napoleons. Aber was wissen sie von den siebzehn, die Stalin ernannt hat?
Ihnen verdanken wir dennoch die Schaffung der Roten Armee und ihren gewaltigen Sieg gegen Nazideutschland und das imperiale Japan. Einige zählen zu den größten Heerführern des vergangenen Jahrhunderts: Tuchatschewski, Schaposchnikow, Schukow, Wassiljewski, Konew, Rokossowski, Malinowski, Tolbuchin.
Mit ihren Namen verbindet sich auch die Eroberung Ost- und Mitteleuropas und seine Eingliederung in die sowjetische Welt. Weniger bekannt ist, dass viele von ihnen in den zehn Jahren nach Stalins Tod eine wichtige politische Rolle gespielt haben, und das bis Ende der sechziger Jahre.
Dieses einzigartige Werk, das sich ausschließlich auf russische Quellen stützt, erklärt die Logik, die Stalins militärischen und menschlichen Entscheidungen zugrunde liegt. Es schildert verblüffende, manchmal tragische, manchmal abenteuerliche, stets unerwartete individuelle Lebensläufe. Die Erzählung dieser siebzehn Parallelbiografien ergibt ein gewaltiges Panorama, das vom Ersten Weltkrieg bis zur Kubakrise reicht, vom Pazifischen Ozean bis Berlin, von den glorreichen Paraden auf dem Roten Platz bis zu den Kerkern der Lubjanka.
Einander beneidend, vor ihrem Herrn zitternd, manchmal schreckliche Geheimnisse verbergend, treten die siebzehn endlich aus der ungerechten Anonymität heraus, die für die meisten bis heute die Regel war.
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