Die großen Fehler des Zweiten Weltkriegs
Der Zweite Weltkrieg dauerte fast sechs Jahre, ebenso lang wie schrecklich. Eine Dauer, die sich durch die gewaltigen Mittel erklärt, die die Kriegsparteien zu Land, zu Wasser und in der Luft einsetzten – was die Hoffnung zunichtemachte, den Feind durch einen einzigen Feldzug niederzuwerfen –, aber auch und zu einem großen Teil durch die begangenen Fehler. Wenn Hitler sich nicht darauf versteift hätte, die Luftschlacht um England zu gewinnen, wenn Frankreich im Mai 1940 seine Kräfte nicht unvorsichtigerweise nach Belgien und in die Niederlande geworfen hätte, wenn die Anglo-Amerikaner nicht in Nordafrika gelandet wären...
hätte das Gesicht des Krieges sich verändert und seine Dauer wäre vermutlich verkürzt worden. Indem es die von beiden Seiten begangenen Fehler aufspürt, zielt dieses Buch – ohne je den Versuchungen der Uchronie nachzugeben – besonders darauf ab, die Rationalität der Akteure zu ergründen. Denn die Entscheidungen der politischen Führer oder militärischen Befehlshaber beruhten auf einer Reihe von Parametern, die es zu beschreiben gilt, um zu verstehen, warum sie zum Scheitern führten.
Manchmal unvollständige Informationen, oft begrenzte Mittel, gelegentlich trügerische Annahmen: alles Faktoren, die mehr als einmal in die Katastrophe führten. Trotz des kolossalen Einsatzes in einem Krieg, in dem Millionen von Leben auf dem Spiel standen, wogen Hochmut, Sturheit, Karrierismus und Opportunismus bei der Einnahme (falscher) Entscheidungen ebenfalls schwer. Ebenso viele bekannte oder weniger bekannte Fallbeispiele, die – von Stalingrad bis "Market Garden", von der japanischen Seekriegsstrategie bis zum Warschauer Aufstand – in zwanzig Beiträgen der besten Spezialisten für den Zweiten Weltkrieg beleuchtet werden. Kurze und packende Kapitel im Dienst einer innovativen Lektüre des Konflikts.
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