GUSTAV MERTSCH – Die Artillerie der Leibstandarte SS "Adolf Hitler"
Dank einer fesselnden Sammlung von Zeitzeugenberichten und zahlreichen Fotografien ehemaliger Soldaten der Division „LSSAH" begleitet uns der Deutsche Thomas Fischer in die – oft wenig bekannte – Welt der Artillerie … und zwar die der 1. Division der Waffen-SS! Als willkommene Abwechslung gegenüber den Panzern oder den Grenadieren ist die Welt der Artilleristen ebenso faszinierend: Beobachtung, Feuerleitung, Stellungsbezug der Geschütze, Vorbereitung der Granaten sowie das „intime", ja „emotionale" Verhältnis des Kanoniers zu seinem Geschütz oder seiner Haubitze...
Als ostpreußischer „spartanischer" Preuße, Artillerist der ersten Stunde und äußerst strenger Truppenführer, legt Gustav Mertsch Wert darauf, seine Geschütze nicht nur vom rückwärtigen Bereich aus im Steilfeuer, sondern so oft wie möglich auch im direkten Beschuss einzusetzen und bestimmte Ziele dabei nahezu auf kürzeste Distanz unter Feuer zu nehmen. Im Verlauf mancher Gefechte werden die Artilleristen bisweilen auch ihren Karabiner einsetzen – besonders im Osten, wo der Feind sich überraschend nähern konnte.
Durch dieses Werk wird der Leser die entscheidende Bedeutung der Artillerie – in der Verteidigung wie im Angriff – erfassen, sowohl während des kurzen Balkanfeldzuges im Frühjahr 1941 als auch während der zermürbenden Monate an der unendlichen Ostfront. Die Artillerie-LAH begegnet uns auch in der Normandie, bei ihrem Einsatz südlich von Caen Ende Juni/Anfang Juli 1944. Schwer verwundet auf normannischem Boden, wird Gustav Mertsch von der sogenannten „Invasionsfront" abgezogen und kehrt nicht mehr zur Leibstandarte zurück. Nach dem Krieg lässt er sich in Hannover nieder. Im Bewusstsein, ein sehr harter Kommandeur gewesen zu sein, zieht es Mertsch vor, den Kontakt zu seinen ehemaligen Soldaten der Artillerie-LAH zu meiden.
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