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AN VORDERSTER FRONT – Eine Geschichte der Krankenschwestern im Großen Krieg
« Unsere Verwundeten sind bewundernswert, wunderbar. Keine Klage. Sie lassen sich Arme und Beine abschneiden, den Schädel öffnen ohne einen Laut. (…) Es ist für Frankreich. »
« Ich eile in den Verbandraum, und es beginnt der erschütternde Zug der scheußlichen Wunden, der grauenvollen Verstümmelungen, des Breis aus Fleisch, Knochen und Knochensplittern. »
Vom Schlachtfeld bis zur kollektiven Vorstellung: Wie wurde das Bild der Krankenschwester geformt, und wie hat es sich gewandelt?
In diesem fesselnden und gründlichen Bericht vermischen sich Schicksale und Worte von Frauen aus allen Lebensbereichen, die zu Tausenden während des Großen Krieges ihr Zuhause verließen, um neue Felder zu erschließen und Krankenschwestern zu werden. Abwechselnd idealisiert, sexualisiert und unsichtbar gemacht, von Wissen, Macht und der Kriegssphäre ausgeschlossen, auf den Rahmen des Hauses und dann des Krankenhauses beschränkt, lassen diese Frauen hier ihre Stimme erklingen.
Anhand zahlreicher Zeugnisse, eilig in Notsituationen niedergeschriebener Notizen, Tagebücher oder für die Veröffentlichung bestimmter Texte erzählt Françoise Coquillat die Entstehung eines Berufs, die Entschlossenheit, die Erschöpfung und manchmal die Verzweiflung dieser Frauen, die unvorbereitet in das Grauen des Krieges geworfen wurden.
Sie beschreibt auch die Beziehungen zwischen Männern und Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, geprägt von Selbstlosigkeit, Zärtlichkeit, Bewunderung oder Zorn.
Diese Heldinnen zu entdecken, ihnen zuzuhören, ihnen zu huldigen, ist ein politischer Akt.
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