Vom Siebel zum Martinet – 27 Jahre unter unseren Kokarden
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Vom Siebel zum Martinet – 27 Jahre unter unseren Kokarden

L20240043
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Erscheinungsdatum

Dieses Werk zeichnet die Geschichte der NC 700, 701 und 702 „Martinet" unter den französischen Kokarden nach sowie die der in Frankreich gebauten Siebel 204 D, aus denen sie hervorgingen. Obwohl mehr als 350 Luftfahrzeuge dieses Typs bis Mitte der 1960er Jahre in den französischen Luftstreitkräften dienten, werden die „Martinet" in Berichten über Operationseinsätze oder die täglichen Missionen der Einheiten oft vergessen.

Hat man dieses Flugzeug vielleicht wegen seiner Herkunft vergessen? In der Tat ergibt sich der Bau der „Martinet" aus den schweren Zwängen, die nach dem Zweiten Weltkrieg auf der französischen Luftfahrtindustrie lasteten: Die wirksamste Lösung, um die Streitkräfte mit einem unverzichtbaren Verbindungs- und „Hilfsflugzeug" auszustatten, bestand darin, unter einem anderen Namen und mit einigen bereits unter der Besatzung ausgearbeiteten Modifikationen den Bau des Siebel 204 D fortzusetzen. Dieser war in Frankreich ab 1941 vom deutschen Besatzer auferlegt worden, um seine eigenen Streitkräfte auszurüsten, und bei der Befreiung war das Industriewerkzeug, wenngleich beschädigt, noch verfügbar.

So reihen sich die „Martinet" in die Abstammungslinie der deutschen Flugzeuge Kl 104, Fh 104 und dann Si 204 ein, von denen die Version Si 204 D ab 1940 in der Luftwaffe zur Ausbildung und zum Training von Jagd- und Bomberbesatzungen im Einsatz war. In Bourges produzierte die Société Nationale des Constructions Aéronautiques du Centre (SNCAC) während der Besatzung 168 Siebel 204 für die deutsche Armee. Nach der Befreiung wurde die Produktion unter der Bezeichnung NC 700 und dann NC 701 fortgesetzt, wobei sich diese Modelle durch eingefranzöste Propeller und Motoren unterscheiden. Eine für den Transport von 8 bis 10 Passagieren bestimmte Version wurde ebenfalls unter der Bezeichnung NC 702 gebaut; sie ist an ihrer nicht verglasten Bugspitze erkennbar.

Unter dem Namen „Martinet" wurden die NC 700, 701 und 702 den Einheiten der Armée de l'Air, aber auch der Aéronautique Navale zugeteilt; einige der deutschen Armee abgenommene Siebel 204 wurden ebenfalls zugewiesen. Für Fotoaufklärungs- oder Unterstützungsmissionen wurden bewaffnete NC 701 in Indochina und anschließend in Nordafrika eingesetzt. Andere „Martinet" führten dort zahlreiche Verwundetentransporte und Passagierbeförderungen durch. Die Ausbildung von Piloten zum Zweimotorflug sowie die Ausbildung von Bordfunkern gehörten zu den wichtigen Aufgaben der „Martinet". Im Alltag waren es auch die häufigen Transportmissionen verschiedenster Art, die sie in der Armée de l'Air beliebt machten, wo zahlreiche Luftwaffenstützpunkte und Einheiten mit ihnen ausgestattet wurden.

Von den 371 gebauten „Martinet" wurden mehr als sechzig auch von staatlichen Stellen genutzt, wie dem Centre d'Essai en Vol oder dem Institut Géographique National, sowie von Zivilluftfahrtgesellschaften, darunter Air France und einige ausländische Gesellschaften.

Zu Unrecht vergessen – vielleicht auch wegen ihrer Bezeichnung: Selbst innerhalb der Streitkräfte wurden die zahlreichen NC 701 oder NC 702 häufig und fälschlicherweise als „Siebel" bezeichnet. Dennoch dienten sie würdig unter unseren Kokarden, wie die in diesem Werk versammelten Berichte der Besatzungen beweisen, die sie flogen. Es war daher naheliegend, die Geschichte dieser 371 militärischen und zivilen „Martinet" so genau wie möglich nachzuzeichnen.

Das alles vereint auf 448 Seiten mit mehr als 600 Fotos, 80 Farbprofilen sowie Schnittzeichnungen, Karten und zahlreichen Abzeichen.

 

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Autor 1
Pierre Cornu & Richard Queurty
Erscheinungsdatum
Januar 2024
Seiten
448
Illustrationen
600 Fotos
Einband
Gebunden
Format
A4
Sprache
Français
Verlag
Lela Presse

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