La Base Navale Allemande de Brest 1940–1944
Dieses Buch zeichnet die Geschichte der deutschen Marinebasis Brest vom Beginn der Besatzung bis zur Befreiung der Stadt durch amerikanische Streitkräfte im September 1944 nach. Es ist das Ergebnis von Forschungen in verschiedenen französischen und deutschen Archiven, zivilen wie militärischen, und ermöglicht dem Leser ein besseres Verständnis der Absichten der Kriegsmarine gegenüber dem Hafen von Brest seit dem Sommer 1940. Angesichts des ständigen Personalmangels musste die Kriegsmarine auf französische Unterstützung zurückgreifen, die für die Effizienz der deutschen Basen in Frankreich unerlässlich wurde. In Brest sorgte eine Einheit der Vichy-Marine mit 1.200 Matrosen für den Betrieb des Arsenals und die Bewegung der deutschen Schiffe.
Französische Ingenieure überwachen in den Werkstätten die Arbeiten, die von Arbeitern im Auftrag der Besatzungsmacht durchgeführt werden – und dies weit über die Selbstversenkung der Flotte in Toulon hinaus, die das offizielle Ende der französischen Marine markiert. Lars Hellwinkel zeigt die Fragilität der Kriegsmarine, und man versteht besser, warum sich der deutsche Seekrieg auf die U-Boote konzentrierte. Obwohl Brest im Mittelpunkt des Werkes steht, vergisst der Autor die anderen Häfen nicht (Lorient, Saint-Nazaire, La Pallice, Bordeaux) und ordnet sie in den Zusammenhang der strategischen, politischen und wirtschaftlichen Vorstellungen der Kriegsmarine gegenüber dem besetzten Frankreich ein – und trägt so zu einem besseren Verständnis der Geschichte der französischen Häfen während des Zweiten Weltkriegs bei.
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