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Ein Blauhelm bei den Roten Khmer – Tagebuch eines Friedenssoldaten, Kambodscha 1992
Auf seiner ersten Auslandsmission landet Hauptmann Guillaume Ancel, 27 Jahre alt, im Mai 1992 in Kambodscha, einem durch zwanzig Jahre Krieg verwüsteten Land. Mit den Soldaten der Friedensmission der UNTAC (Autorité Provisoire des Nations Unies au Cambodge) gilt es, die Pariser Abkommen durchzusetzen, beginnend mit der Entwaffnung der Fraktionen. Leichter gesagt als getan. Guillaume Ancel entdeckt ein minenverseuchtes, im Chaos versunkenes Land.
Ein Drittel seiner Bevölkerung ist verschwunden, großteils während des von den Roten Khmer verübten Genozids. Seine Mission: einige ihrer Anführer zu treffen, um sie zur Niederlegung der Waffen zu bewegen. Er selbst trägt als Unterhändler keine Waffen. Als Patrouillenführer steht er an der Spitze von Soldaten der „Armee der Welt", die aus China, Amerika, Nepal, Italien und Uruguay stammen.
Der Bericht über die Zusammenarbeit dieser Männer, mitten in der Finsternis, ist eines der Lichter dieses Buches. Un casque bleu chez les Khmers rouges ist auch ein kompromissloses Zeugnis, wie die früheren Werke des Autors über seine Missionen im ehemaligen Jugoslawien und in Ruanda. Guillaume Ancel verschweigt hier weder die Schwächen noch die mitunter erschreckenden Auswüchse derer, die gekommen waren, um Frieden zu stiften.
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