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RUANDA, DAS ENDE DES SCHWEIGENS – Zeugnis eines französischen Offiziers
Vorwort von: Stéphane Audoin-Rouzeau
Dem schweren Geheimnis um die wahre Rolle Frankreichs und seiner Armee beim Völkermord an den Tutsi in Ruanda stellt Guillaume Ancel die Wahrheit seiner Feldtagebücher entgegen – ein Zeugnis der Einsätze, an denen er während der Operation Turquoise teilgenommen hat. Das Ende des Schweigens ist auch der Bericht des Kampfes, den dieser ehemalige Offizier führte, um bekannt zu machen, was in jenem Sommer 1994 wirklich geschah, und um „den Hunderttausenden ruandischer Opfer, die wir nicht zu schützen wussten, würdig Tribut zu zollen".
Als Offizier der Force d'action rapide, abgeordnet zu einer Einheit der Légion étrangère, führt Hauptmann Ancel mit seinen Männern Evakuierungseinsätze für bedrohte Personen durch. Unter dem Deckmantel einer humanitären Operation zur Beendigung der Massaker erkennt dieser Offizier schnell, dass Frankreich die völkermörderische ruandische Regierung unterstützt, deren Armee es ausgebildet hat. Er beschreibt das Taumeln der französischen Armee, die von politischen Entscheidungen hin- und hergeworfen wird, deren Beweggründe weiterhin geheim gehalten werden und deren offizielle Archive unzugänglich bleiben.
Dieses Zeugnis enthüllt auch einige wenig bekannte Episoden dieser „humanitären" Operation, bei der die französische Armee getötet hat. Manchmal zur Verteidigung, manchmal aus weniger ehrenwerten Gründen.
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