DIE WEGE NACH DIÊN BIÊN PHU – Die wahre Geschichte von 6 Männern in Indochina
Sechs Männer, sechs Schicksale, geopfert im Räderwerk des Krieges...
Im August 1944, bei der Befreiung von Paris, tritt Jean-Louis Rondy der 2e DB bei. Wenige Tage später landet Jean Guêtre als Stoßtruppsoldat in der Provence. Pierre Latanne erinnert sich noch gut an die Verhaftung seines Vaters durch die Gestapo ein Jahr zuvor und ist erleichtert, dass es diesem gelungen ist zu fliehen, auch wenn er seitdem im Verborgenen leben muss.
Zur gleichen Zeit setzt Heinrich Bauer sein Studium in Deutschland fort, an einer Napola – einer Eliteuniversität, die den künftigen Kadern der NSDAP vorbehalten war. Bernard Ledogar und Jean Carpentier hingegen verbringen eine unstete Kindheit, geprägt von den Wechselfällen des Krieges. Wer könnte sich vorstellen, welchen Weg diese Männer bereits zurückgelegt haben? Und wer könnte sich die Umstände vorstellen, die sie fast zehn Jahre später dazu bringen werden, gemeinsam gegen den Việt Minh zu kämpfen?
Jean-Louis Rondy dient damals als Arzt beim 1er BEP, Pierre Latanne als junger Offizier beim 5e BPVN. Heinrich Bauer ist Sergeant beim 2e BEP geworden, Bernard Ledogar Fallschirmjäger beim 6e BPC und Jean Carpentier Zweiter Offizier (navigant) in der Flottille 28F der Aéronavale. Sie alle wurden in das Inferno von Diên Biên Phu geworfen, mit Ausnahme von Jean Guêtre, der bei den Commandos Nord Vietnam dient und im Tongking-Delta operiert, wo sich die Lage ebenfalls von Tag zu Tag verschlechtert.
Anhand der Schilderung individueller Tragödien zeichnet der Autor ein eindrucksvolles Porträt des Frankreichs im Krieg der 1940er und 50er Jahre.
AUSZUG:
Doch mehr noch als Diên Biên Phu – eine Schlacht, die so blutig und brutal sie auch war, noch Raum für Heldenmut und Glanz ließ – waren es vor allem die Kriegsgefangenenlager des Việt Minh, die die Überlebenden für den Rest ihres Lebens prägten. Wenn viele Werke diese Schlacht durch den persönlichen Weg eines Mannes und seiner Einheit beleuchten, oder auf unpersönlichere Weise durch die Bewegungen dieser oder jener Division gegen dieses oder jenes Bataillon, und wenn einige Werke das Martyrium der Gefangenen des Việt Minh hervorheben, schien es uns wichtig, dem Leser eine menschlichere und vollständigere Sicht darauf zu geben, was der Weg derer wirklich bedeutete, die nach Diên Biên Phu entsandt worden waren und die, weit später und in weit geringerer Zahl, zurückkehrten – ein mehr oder weniger brutaler Weg von der Jugend in den Krieg, dann vom Krieg in das Grauen und die äußerste Erniedrigung.
WAS DIE KRITIK SAGT:
Im Laufe der Seiten schärfen sich die Profile, die Charaktere treten hervor. Erzählt werden die Werte, Ereignisse, prägenden Begegnungen, Gebote oder Familienflüche, die all diese jungen Menschen – Knecht, Kriegswaise, ungeliebtes Kind, ausgebeuteter Lehrling oder Sprössling aus gutem Hause – in einen Konflikt am Ende der Welt treiben sollten. - Sabine Syfuss-Arnaud, Challenges
Es sind 576 Seiten voller Kampfschilderungen, Hoffnungen und Enttäuschungen, durch Prüfungen, von denen man gehört hat, die hier aber im Detail des Erlebten beschrieben werden – mit diesem Gefühl des allmählichen Erstickens, der Ohnmacht gegenüber Befehlen und Gegenbefehlen, des Unverständnisses angesichts der Logik des Manövers, das einer bedingungslosen Loyalität gegenüber den erhaltenen Befehlen nie im Wege steht. - Pierre Bayle, Pensées sur la planète
DIE AUTOREN: Franck Mirmont, Heinrich Bauer, Jean Carpentier, Jean Guêtre, Pierre Latanne, Bernard Ledogar und Jean-Louis Rondy.
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