1940 – WAHRHEITEN UND LEGENDEN
Die Niederlage von 1940: Wie konnte es dazu kommen?
Am 13. Mai 1940, drei Tage nach Beginn der deutschen Offensive, sind die Linien der französischen Armee durchbrochen. Am 17. Juni ruft Pétain zur Einstellung der Kämpfe auf. Am 22. wird der Waffenstillstand im Wald von Compiègne unterzeichnet. Am 10. Juli stimmen Abgeordnete und Senatoren dem Marschall die Vollmachten zu. In zwei Monaten wurde Frankreich, die führende europäische Macht, deren Armee 1918 als die beste der Welt galt, zu Boden geworfen. Dieses politisch-militärische Scheitern, verbunden mit einem Exodus der Bevölkerung, beschäftigt das Gedächtnis der Franzosen bis heute und wirft zahlreiche Fragen auf. Hat die Volksfront das Land entwaffnet? War die Maginot-Linie eine gute Idee? War unsere Armee bereit? Fehlte es ihr an Flugzeugen und Panzern? Tragen die Belgier eine Mitschuld? Hätte der Krieg in der Bretagne oder in Nordafrika fortgeführt werden können? War der Appell an Pétain eine Verschwörung gegen die Republik? Wurde der Appell vom 18. Juni gehört? Auf diese und viele weitere Fragen antwortet dieses Buch, das zugleich Chronik einer Niederlage und Einblick in den Alltag der Führer der Dritten Republik, der Militärs und der Bevölkerung ist.
Rémy Porte, ehemaliger Referenzoffizier für „Geschichte" der gesamten Landstreitkräfte, ist habilitierter Doktor. Er widmet sich dem Studium der Konflikte der letzten zwei Jahrhunderte und der Geschichte der französischen Armeen. Er hat rund zwanzig Werke veröffentlicht, darunter eine vielbeachtete Biografie des Marschalls Joffre (Perrin).
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