BRESLAU - Eine unbezwingbare Festung Februar – Mai 1945
Februar 1945: Die Rote Armee stürmt durch die polnischen Ebenen und den Osten Deutschlands und drängt deutsche Armeen zurück, die versuchen, sie aufzuhalten – Ziel: das Odertal, um Berlin zu erreichen, aber auch Breslau, die Hauptstadt Schlesiens. Diese letztgenannte Region war bereits im 12. Jahrhundert von deutschen Siedlern gegründet worden. Die deutsche Provinz war bislang vom Krieg verschont geblieben; nun wird sie brutal in ihn hineingezogen, und Breslau erlebt von Februar bis Mai 1945 eine 80 Tage dauernde Belagerung, eingeschlossen von der 6. sowjetischen Armee.
Der Autor schildert uns Schritt für Schritt diese lange Belagerung, während der die Hauptstadt Schlesiens unbezwingbar blieb und erst nach der Gesamtkapitulation der deutschen Armee kapitulierte – eine weitgehend unbekannte Seite der Geschichte, die es verdiente, in Erinnerung gerufen zu werden. Wir erleben die Evakuierung von Zivilisten während eines eiskalten Winters, eine Luftbrücke, die die Festung versorgte und Verwundete ausflog, eine Stadt, die mit dem Rückhalt und dem Mut von 100 000 verbliebenen Zivilisten aushielt. Ihre Disziplin und ihre Treue trugen dazu bei, die Festung unbezwingbar zu machen. Doch dieser Mut sollte vergeblich sein: Schlesien wurde an Stalin abgetreten, der es den Polen überließ und dabei die Deutschen vertrieb, um Polen anzusiedeln, die ihrerseits aus dem von der UdSSR annektierten Ostpolen vertrieben worden waren – aber das ist eine andere Geschichte.
Dieser historische Bericht wird von einer reichen Bebilderung begleitet, rund 250 Fotos.
Der Autor: Jacques Bressler ist ein französischer Historiker und Essayist, Inhaber eines DES in Philosophie, Reservehauptmann (heute ehrenhalber) und Absolvent des Generalstabsdienstes. Seine fernen deutschen Vorfahren lebten im 16. und 17. Jahrhundert in Schlesien, nahe Breslau, bevor sie sich im Elsass niederließen.
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