Die 3. SS-Panzer-Division „Totenkopf" ist durch ihre dunklen Ursprünge geprägt – ihre ersten Elemente entstammten den Regimentern (T-Standarten), die mit der Bewachung der Konzentrationslager beauftragt waren. Überdies waren die militärischen Anfänge der Division im Jahr 1940 wenig rühmlich: Die militärische Ausbildung ihrer Soldaten und Unterführer war unzureichend, und die Division beging damals mehrere Kriegsverbrechen (darunter das Massaker von Le Paradis) sowie ein Massaker an Zivilisten (siehe Aubigny, das Märtyrerdorf in diesem Band). Doch ab dem Unternehmen Barbarossa im Sommer 1941 – mit einem teils erneuerten Personalstamm und der gewonnenen Erfahrung – sollte sich die Totenkopf bewähren und bis zum 8. Mai 1945 unter Beweis stellen, dass sie eine besonders zuverlässige Einheit war, eine der verlässlichsten der gesamten deutschen Wehrmacht. Sie erlitt furchtbare Verluste, behauptete jedoch stets ihre Stellungen unter schlimmsten Bedingungen und erzielte im Gefecht bemerkenswerte Leistungen. Sie wich niemals zurück. Der stetige Zustrom neuer Rekruten minderte ihre militärischen Qualitäten nicht. Nach der raschen Vergriffeheit des Geschichtsbandes über die Totenkopf bietet dieser Ergänzungsband neue Fotografien, Dokumente und Informationen. Darüber hinaus stellt der Autor den Werdegang der 259 Offiziere vor, die in dieser Einheit dienten und durch die Konzentrationslager gegangen waren – einige von ihnen wurden verurteilt und hingerichtet. Diese Dokumente belegen auch, dass die große Masse der Soldaten dieser Division nichts mit jenen Männern gemein hatte, die durch das Konzentrationslagersystem gegangen waren. Tausende von ihnen fielen an der Ostfront in apokalyptischen Schlachten. Dieser neue Band ist ein Beitrag zur Geschichtsschreibung über eine Einheit, die bislang wenig bekannt war.