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Kopie von MASSE UND ÜBERMASSE DER MAGINOT-LINIE T2 – Infanteriekasematten und Kasemattenblöcke
GEBRAUCHTES BUCH. ORDENTLICHER ZUSTAND, UMSCHLAG AN DEN ECKEN LEICHT ANGESTOSSEN.
Der zweite Band einer Buchreihe, die Frédéric Lisch den Bestandteilen der Maginot-Linie widmet.
Behandelt werden die Kasematten der Modelle 1929 und 1930, Panzerkasematten, Bunker in den Zerstörungszonen, Kasematten des Modells 1936 mit versetzten Scharten sowie die Kasematten und Infanterieblöcke der befestigten Abschnitte in den Alpen.
Am Ende des Buches vermittelt ein eigenes Kapitel über die GFM-Panzerglocken weitere Einblicke in diese Panzerkonstruktion.
Frédéric Lisch erläutert ausführlich die Planung und den Bau der Infanteriekasematten, die das Rückgrat der großen befestigten Regionen Metz und Lauter sowie der drei befestigten Abschnitte in den Alpen bildeten. Seine umfangreiche Studie ist das Ergebnis einer Arbeit, die vor vielen Jahren mit seiner Mitarbeit an mehreren Büchern von Jean-Bernard Wahl begann. Später erstellte er zusammen mit Oberst Philippe Truttmann die Infografiken für die Neuauflage von Muraille de France, einem Standardwerk zur Geschichte der Maginot-Linie.
Im Laufe der Kapitel erschließt sich das modernste Befestigungssystem seiner Zeit: eine ausgedehnte Linie gut gegen direkte Sicht und Beschuss gedeckter Kasematten, die sich durch Flankierungsfeuer gegenseitig schützten und von der Artillerie der großen Festungswerke wirksam gedeckt wurden. Der Westfeldzug 1940 zeigte ihre Widerstandsfähigkeit, insbesondere in den Alpen. Dass einige Kasematten oder Werke im Nordosten von deutschen Truppen eingenommen wurden, war die Folge eines tragischen Fehlers des Generalstabs: Durch den Abzug der Artillerieunterstützung und der Truppen in den Zwischenräumen blieben manche Werke isoliert. In den Alpen hielten die Sperranlagen der Maginot-Linie Ende Juni 1940 sämtliche italienischen Angriffe auf. So konnte Frankreich inmitten seiner verheerenden Niederlage die Schlacht in den Alpen gewinnen.
Trotz dieser Katastrophe behielt Frankreich sein Kolonialreich, seine Marine, eine Waffenstillstandsarmee und eine unbesetzte Zone. Das hohe technische Niveau und die Widerstandsfähigkeit der Maginot-Linie, vor allem in den Alpen, bewogen die Schweizerische Eidgenossenschaft, 1940 und 1941 im Landesinneren rasch ein gewaltiges nationales Réduit mit zahlreichen Artilleriewerken und Infanteriekasematten zu errichten. Damit sollte jeder Angriff deutscher oder italienischer Streitkräfte abgeschreckt werden.
Die hervorragenden, bislang unveröffentlichten Infografiken von Frédéric Lisch machen die technischen Lösungen verständlich, mit denen die Werke eine möglichst hohe Widerstandsfähigkeit erhielten, ohne die Wirksamkeit des defensiven Flankierungsfeuers und der Schussfelder über den Kasematten einzuschränken.
In seinen Büchern würdigt der Autor damit die Planer, aber auch die Politiker, die in den unruhigen Jahren von 1928 bis 1940 den Bau dieser gewaltigen Befestigungsanlage beschlossen. Die Maginot-Linie wird von manchen Historikern allzu oft als Symbol der Niederlage abgewertet. Frédéric Lisch zeigt in diesem Buch hingegen, dass sie eine außergewöhnliche französische Verteidigungsanlage war.
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