Die U-Boote der Landung
Die Gefahr kommt aus der Tiefe
In Vergessenheit geraten, hinterlassen die erbitterten Seeschlachten des Ersten Weltkriegs kaum Spuren im kollektiven Gedächtnis. Dabei kündigten sie mit dem Einsatz der U-Boot-Waffe bereits das an, was im Zweiten Weltkrieg zur gefürchteten Atlantikschlacht werden sollte. Im Mai 1944 versuchten 26 deutsche U-Boote, gnadenlose Jäger von Frachtern, bekannt als Gruppe Landwirt, in den Ärmelkanal einzudringen, um die zahlreichen alliierten Geleitzüge zu stören, die im Sommer 1944 die Normandiefront versorgten. Von den französischen und norwegischen Häfen aus stießen sie auf eine überaus wirksame maritime und luftgestützte Abwehr. Die Flugzeuge des britischen Coastal Command operierten über ein weiträumiges Gebiet, das sich vom Westen Englands bis zum Golf von Biskaya erstreckte. Schnelle Zerstörergruppen ergänzten die Flugzeuge und bildeten so die Operation Cork. Sie spürten die deutschen U-Boote auf und jagten sie im flachen Küstenmeer, wo sie ihnen jedes rettende Tauchmanöver verwehrten. Diese Episode des deutschen U-Boot-Krieges wird im Rahmen der Operation Neptune nur selten geschildert.
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