UM DAS GRÜNE BARETT ZU GEWINNEN 1941–1944
Dieses Buch schildert, wie junge Franzosen die Niederlage und vor allem den schmählichen Waffenstillstand vom 22. Juni 1940 ablehnten – manchmal unter Einsatz ihres Lebens.
Einige dieser zukünftigen Kommandosoldaten, die unter der deutschen Unterdrückung und dann unter der Schikane und den Lügen der Vichy-Propaganda gelitten hatten, beschlossen, Frankreich zu verlassen – manchmal durch Desertion aus der Marine Nationale. Diese freiheitsliebenden und patriotischen Männer in Frankreich entschieden sich, England oder Nordafrika zu erreichen, indem sie durch das franquistische Spanien zogen, wo sie mehr oder weniger lange im berüchtigten Lager Miranda de Ebro interniert wurden.
Vom gesamten französischen Heer schlossen sich nur sehr wenige Soldaten den Freien Streitkräften an, wie jene Matrosen, die vom französischen Schlachtschiff Richelieu, das sich in den Vereinigten Staaten im Umbau befand, desertierten, oder jene der Atlantischen Antillenflotte, die jedoch mit eiserner Hand von Admiral Robert, dem Hochkommissar, befehligt wurde, der bis zuletzt Pétain und seiner Regierung treu blieb.
Gleich nach ihrer Ankunft auf britischem Boden wurden sie zur Befragung in den Räumlichkeiten der Patriotic School in London inhaftiert. Diese Vorgehensweise diente dazu, mögliche Spione von Vichy oder des Reiches zu entlarven. Nach bestandener Prüfung wählten die Geflohenen, in welcher Waffengattung sie dienen wollten. Häufig entschieden sich die Jüngsten, unter 18 Jahren, für die Kriegsmarine. Andere hingegen wählten die Fallschirmjäger und Kommandos, in der Überzeugung, beim Landungsunternehmen zu den ersten Befreiern des Vaterlandes zu gehören.
Diejenigen, die sich diesen Eliteeinheiten anschlossen, nahmen an der Operation Overlord teil und landeten am 6. Juni 1944 am Strand von Colleville-sur-Orne, das durch Dekret vom 14. Juni 1946 in Colleville-Montgomery umbenannt wurde.
All diese außergewöhnlichen Zeugnisse wurden in diesem 200-seitigen Werk zusammengetragen, das Fotos, Illustrationen sowie Karten enthält, die ihre Wege zum Kampf für die Befreiung ihres Landes genau erläutern. Diese Männer gehörten größtenteils dem 1. Bataillon der Marineinfanterie-Kommandos an, aus dem später die maritime Streitkraft der Marineinfanterie und Kommandos hervorging.
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