Die Crapouillots und die französischen Grabenwaffen des Großen Krieges
Im Herbst 1914 sieht sich die französische Armee abrupt mit einer neuen Kampfform konfrontiert: dem Stellungskrieg. Um dem Feuer der Minenwerfer entgegenzuwirken und den in seinen Gräben verharrenden Feind zu bekämpfen, ist es notwendig, ein neues Steilfeuer-Artilleriegeschütz zu entwickeln, das schwere, mit Sprengstoff gefüllte Geschosse abfeuern kann. In wenigen Wochen im Jahr 1914 improvisiert, wird die Grabenartillerie zu Beginn des Jahres 1918 auf dem Höhepunkt ihrer Stärke über mehr als 3.000 Rohre verfügen.
Der Autor beschäftigt sich hier mit der Entwicklung der Steilfeuerartillerie vom 16. Jahrhundert bis zum Vorabend des Jahres 1914 und stellt ausführlich die Entstehung der Granatwerfer und Grabenwaffen im Verlauf des Großen Krieges dar. Die Untersuchung der Geschosse und die Organisation der Crapouillot-Einheiten vervollständigen diese umfassende Studie der französischen Grabenartillerie.
Dieses mit mehr als 450 zeitgenössischen Fotografien und Dokumenten illustrierte Buch ist eine prächtige Hommage an die Crapouillots, die oft als Artilleristen eigener Art bezeichnet werden – mit ausgeprägter Persönlichkeit und in vorderster Linie das Leid und die schweren Verluste der Infanterie während des Großen Krieges teilend.
General Guy François, geboren 1946, forscht seit vielen Jahren zur Geschichte der französischen Artillerie in all ihren Ausprägungen. Er ist Autor von Les Canons de la victoire, Bände 2 und 3 (2008 bzw. 2010, Histoire & Collections), von L'Artillerie lourde sur voie ferrée française sowie von L'Artillerie automobile française des origines à 1919 (2022 und 2023, Histoire & Collections).
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