CENT POUR SANG – Die Geschichte der 100. Bombardierungsgruppe der 8. Air Force 1943–1945
Die Geschichte der 100. Bombardierungsgruppe der 8. Air Force im Zweiten Weltkrieg
Sie flogen ihre ersten Missionen im Frühjahr 1943 von England aus. Fast täglich ließen sie ihre Flying Fortresses über dem besetzten Europa kreisen, um die Kriegsmaschinerie Nazideutschlands zu zerschlagen.
Ihre Tapferkeit und die furchtbaren Verluste, die sie erlitten, brachten ihnen den Beinamen Bloody Hundredth ein – das „Blutige Hundertste". Der Navigator Harry H. Crosby – der eine der Figuren der Serie Masters of the Air inspirierte, produziert von Tom Hanks und Steven Spielberg – kam mit den allerersten Besatzungen an und ging mit den allerletzten.
Nachdem er seine Angst überwunden und an Können und Selbstvertrauen gewonnen hatte, wurde er zum Chefnavigator der Gruppe ernannt und überlebte zweiunddreißig Missionen, an denen mitunter bis zu zweitausend Flugzeuge beteiligt waren. In seinen von Humor und Dramatik geprägten Kriegserinnerungen lässt er uns in das Herz und den Geist dieser Flieger eindringen – eine Schar junger Männer, halb unerschrocken, halb leichtsinnig, hineingeworfen in den Maelstrom des Luftkriegs.
Harry H. Crosby
Als Doktor der Universität Iowa und der Stanford University war Harry H. Crosby Direktor der Rhetorikabteilung der Universität Iowa, Vorsitzender der Rhetorikabteilung der Universität Boston und Leiter des Schreibzentrums der Harvard University. Er wirkte an der Entwicklung des Lehrplans der Air Force Academy in den 1950er Jahren mit und war von 1960 bis 1962 Lehrbeauftragter am College der pakistanischen Luftwaffe.
Im Ruhestand gab er das Bulletin der 100. Bombardierungsgruppe, Splasher Six, heraus und beteiligte sich aktiv am lokalen politischen Leben und an bürgerschaftlichen Aktivitäten. Er starb am 28. Juli 2010 im Alter von 91 Jahren.
Harry H. Crosby hatte sich am 13. Dezember 1941, wenige Tage nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor, beim U.S. Army Air Corps verpflichtet. Nachdem er die Prüfungen zum Piloten nicht bestanden hatte, wurde er als Navigator auf der Boeing B-17 Flying Fortress in der 100. Bombardierungsgruppe der 8. Air Force eingesetzt. Nach 17 Monaten Ausbildung stieß er zum europäischen Kriegsschauplatz und zur Basis Thorpe Abbotts BA 139.
Unsicher in seinen Navigationsfähigkeiten und anfällig für chronische Luftkrankheit, wäre sein erster Flug beinahe katastrophal ausgegangen. Im Laufe seiner Missionen sollte er jedoch zu einem der erfahrensten und kompetentesten Navigatoren der U.S. Army Air Forces werden und dabei den höchsten militärischen Kreisen des Luftkriegs in Europa begegnen. Sein Werdegang inspirierte die gleichnamige Figur der Miniserie Masters of the Air, produziert von Steven Spielberg und Tom Hanks.
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