Les Maquisards – Kämpfen im besetzten Frankreich
Von den Maquis kennt man die Legende. Jene der jungen Männer, die ab 1942 in den Untergrund gingen, um den Besatzer zu bekämpfen. Jene der Schlachten von Glières und Vercors. Jene der Widerstandskämpfer, die ganze Städte befreiten, noch bevor die alliierten Armeen eintrafen.
Jenseits dieser Idealbilder jedoch bleiben die Maquisards Unbekannte. Aus welchem Milieu stammten sie? Welchen Motivationen folgten sie? Wie wurden sie ausgebildet, wie verhielten sie sich dem Feind gegenüber? Wie lebten sie zusammen, mitunter fast zwei Jahre lang, unter oft sehr prekären materiellen Bedingungen? Welche Unterstützung konnten sie in der lokalen Bevölkerung finden? Lieferten sie diese leichtfertig deutschen Repressalien aus?
Die Antworten sind nicht eindeutig. Denn von Ende 1942, als die ersten Lager entstanden, bis zu den Kämpfen der Befreiung war die Erfahrung je nach Zeitraum und Kontext unterschiedlich und variierte erheblich je nach Gründungsdatum des Maquis, den betroffenen Gebieten, dem Ausbildungsstand der Lager oder der Art der unternommenen Aktionen. Und jedes Mal waren die Gegebenheiten vor Ort Gegenstand aller möglichen Phantasien, im unaufhörlichen psychologischen Krieg zwischen London und Vichy…
Die erste große Gesamtdarstellung zur Geschichte der Maquisards im gesamten französischen Raum, basierend auf mehr als zehnjähriger Archivforschung in zahlreichen nationalen und Departementsarchiven sowie auf Zeugenaussagen der letzten Überlebenden.
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