WIR, die Kinder des Krieges – 1939–1945
Das Leben der Kinder unter der Besatzung in Bildern zu erzählen, ist ein Novum. Es gilt, die Spuren dieser Schicksale wiederzufinden, der schrecklichsten wie der alltäglichsten. Allen Kindern ist gemein, dass sie weiter mit Murmeln oder Puppen gespielt, sich bei Kasperle-Vorstellungen amüsiert oder Hütten im Wald gebaut haben. Manchmal sogar in den Internierungslagern, in denen jüdische Kinder zusammengepfercht wurden, bevor sie deportiert wurden.
Aber mit 10 Jahren im Jahr 1940 war man auch gezwungen, sein Zuhause während der Flucht zu verlassen, sich zu verstecken, wenn man Jude war, Hunger und Kälte ausgesetzt, erschüttert von Trennungen, Trauerfällen, der Abwesenheit des Vaters oder Bruders, Kriegsgefangene oder zum STO abkommandiert. All diese vergrabenen Erinnerungen werden hier mithilfe gefundener Briefe, Schulaufsätze, Klassenfotos oder Familienalben, Zeichnungen, Zeugenaussagen und auf Dachböden aufbewahrter Spielsachen wieder lebendig.
Denn wenn die Kinder die Geschichte erleiden, nehmen sie auch auf ihre Weise und in ihrem Maßstab an ihr teil. Man vergisst seine Kindheit nicht – sie prägt einen für immer. Ein großartiges Bildband, um das tägliche Leben der Kriegskinder zu verstehen und zu entdecken.
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