DIE LUFTWAFFE IN BELGIEN. BAND II - Intensivierung der Kämpfe und Rückzug
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DIE LUFTWAFFE IN BELGIEN. BAND II - Intensivierung der Kämpfe und Rückzug

L20230048
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Erscheinungsdatum

In den Jahren 1941–1942 berührte der Luftkrieg Belgien, von den Nachtoperationen des Bomber Command abgesehen, letztlich kaum. Das Jahr 1943, das Wendejahr des Zweiten Weltkriegs, war für das Land jedoch durch das zunehmende Eindringen der viermotorigen Bomber der amerikanischen 8th Air Force geprägt, die bis dahin in seinem Luftraum kaum in Erscheinung getreten waren. Bereits am 6. April 1943 erlebte die Bevölkerung die verheerende Zerstörungskraft der 'Fliegenden Festungen' beim blutigen Bombardement von Mortsel. Bei dieser Gelegenheit wurde die lokale Schwäche der Tagjagd offenkundig. Trotz regelmäßiger Unterstützung durch in der Umgebung stationierte Jäger oder vorübergehender Abstellungen von Teilen der Jagdgeschwader konnte die deutsche Jagdwaffe (unterstützt durch die Flak) den Angriffen der USAAF nur schwer standhalten.

Im ersten Quartal 1944, als die amerikanischen Jäger nun über eine Reichweite verfügten, die ihnen den Überflug des Reichsgebiets ermöglichte, brach die Tagjagdverteidigung des belgischen Vorfeldes zusammen, und die Luftkämpfe im belgischen Luftraum endeten meistens als blutige Niederlagen für eine zwar noch präsente, aber zahlenmäßig unterlegene Tagjagd.

Trotz bedeutender Erfolge und des Ausbaus ihrer Strukturen (wie der Inbetriebnahme des Flugplatzes Florennes Anfang 1943) wurde die Nachtjagd ihrerseits vom Gesetz der Zahlen eingeholt, und es war wahrscheinlich im letzten Quartal 1943, dass ihre Maschinen den Kampf verloren. Obwohl die Nachtjäger verbissen kämpften, konnten sie den Flotten britischer viermotoriger Bomber auf dem Weg zum Angriff auf das Reich fortan keinen ernsthaften Riegel mehr vorschieben.

Das Martyrium der Luftwaffe in Belgien setzte sich 1944 bis zur Räumung des Landes im September 1944 fort. Die Luftkämpfe dauerten jedoch sporadisch im Osten des Landes an und gipfelten im Dezember 1944 beim Ausbruch der 'Ardennenoffensive'. Doch trotz aller Anstrengungen und Opfer war die Luftwaffe nicht mehr in der Lage, irgendeine Entscheidung zu erzwingen (wie es am 1. Januar 1945 bei der Operation 'Bodenplatte' der Fall war).

Im Jahr 1945, nach Osten zurückgedrängt, zeigten sich die deutschen Maschinen über Belgien fortan nur noch sehr selten; das letzte scheint am 30. März bei Saint-Géry verloren gegangen zu sein.

 

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Autor 1
Jean-Louis Roba
Autor 2
Peter Taghon
Erscheinungsdatum
April 2023
Seiten
250
Illustrationen
550 Fotos
Sprache
Français
Verlag
Lela Presse
EAN
9782374680460

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