LE COMBAT DE CHÂTEAUDUN – 18. Oktober 1870
August–September 1870: Während die französische Armee in voller Auflösung ist und die regulären Truppen versuchen, sich neu zu formieren, tauchen überall Nationalgardisten und Freischärler auf und fügen dem Feind Verluste zu – zwar geringfügige, aber ausreichend, damit der deutsche Generalstab beschließt, sie auszumerzen und nötigenfalls die sie unterstützende Zivilbevölkerung einzuschüchtern. Am 18. Oktober 1870 stellen sich in der stillen Kleinstadt Châteaudun im Département Eure-et-Loir 1 200 Freischärler, Nationalgardisten und Feuerwehrleute – ohne Kavallerie und Artillerie – einen halben Tag lang 6 500 Mann der 22. deutschen Infanteriedivision in einem ungleichen und symbolischen Kampf, fügen dem Feind nur minimale Verluste zu, doch die Erinnerung daran ist im ganzen Land lebendig geblieben.
Wie und warum ist es dazu gekommen? Das versucht dieses Buch zu erklären, gestützt auf zahlreiche Quellen aus Archiven und Bibliotheken. So sind eine Handvoll Freischärler und Nationalgardisten wider Willen in die Geschichte eingegangen – als Vorläufer von Jean Moulin, Charles Tillon, Gabriel Péri und all den anderen.
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