Der Guerillakrieg 1870 – Widerstand und Terror
Nach der französischen Niederlage bei Sedan am 2. September 1870 und dem Sturz des Kaiserreichs setzt Frankreich den Krieg gegen die verbündeten deutschen Staaten fort. An der Seite und häufig am Rande der regulären französischen Armeen kämpfen Freischärler gegen den Eindringling. Angesichts des ab Oktober 1870 anschwellenden Aufstands wenden die Preußen und ihre Verbündeten ein Viertel ihrer Kräfte für die Sicherung ihres Hinterlandes auf. Gestützt auf das preußische Gesetz vom 4. Juni 1851 über den Belagerungszustand üben sie gegen diese Guerilla eine Repression von unerbittlicher Härte aus, von der das Martyrium von Châteaudun Zeugnis ablegt.
Freischärler sind Kämpfer, die nicht in den Genuss der Kriegsgesetze kommen können. Sie sind wie ein Parasit, den es zu vernichten gilt.
Das Werk schildert die Aufstellung dieser Freikorpseinheiten, ihre Zusammensetzung und ihre Aktionen. Es analysiert zudem den brutalen Charakter der vom Feind ausgeübten Repression sowie die Grundsätze der Aufstandsbekämpfung, die die Deutschen im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelten.
Der Autor: Doktor der Geschichte der Universität Paris-Sorbonne, Absolvent des Royal College of Defence Studies (London), des NATO Defence College (Rom), des Collège Interarmées de Défense sowie der École Militaire de Haute Montagne, ist Oberst Armel DIROU Gastwissenschaftler am King's College London und Gastdozent am University College Durham. Als Offizier der Kavallerie und der Gebirgstruppen diente er auf dem Balkan in Bosnien und im Kosovo. Er absolvierte drei Einsätze in Afghanistan und kommandierte einen taktischen Verband in der Zentralafrikanischen Republik. Darüber hinaus wirkte er an der taktischen Ausbildung von Einheiten der Vereinigten Arabischen Emirate, Kirgisistans und der afghanischen Armee mit.
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