Als Hitlers Filmemacherin Frankreich faszinierte: Leni Riefenstahl
Als Hitlers Filmemacherin Frankreich faszinierte: Leni Riefenstahl

Als Hitlers Filmemacherin Frankreich faszinierte – Leni Riefenstahl

L20220041
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Erscheinungsdatum
Als Hitlers Filmemacherin Frankreich faszinierte – LENI RIEFENSTAHL. Warum konnte das Frankreich der Volksfront Filme nationalsozialistischer Propaganda wie Triumph des Willens oder Fest der Völker zum Denk- oder Verhaltensmodell erheben? Dieses Buch ist keine Biografie von Leni Riefenstahl, sondern eine Studie über die Rezeption ihrer Filme in Frankreich und deren mögliche Einflüsse auf die französische Gesellschaft der dreißiger Jahre und der Nachkriegszeit. Aus einer im Dezember 2002 an der Paris-7 verteidigten Dissertation hervorgegangen, stützt sich diese Arbeit hauptsächlich auf die Pariser und Provinzpresse, die für die Vorkriegszeit nahezu erschöpfend und für die Nachkriegszeit sehr repräsentativ ausgewertet wurde. Um die Entwicklung der Rezeption der Filme und der Persönlichkeit ihrer Regisseurin besser greifbar zu machen und den Wandel der Mentalitäten klarer zu erfassen, haben wir uns entschieden, zahlreiche Artikelauszüge beizubehalten. Der Leser kann sich so in den historischen und soziologischen Kontext jeder behandelten Epoche eintauchen. Den Geist einer Epoche zu verstehen ist keine leichte Aufgabe, und es ist nicht ratsam, sich ihr mit dem Blick, den Erkenntnissen und den Urteilen eines Menschen des 21. Jahrhunderts zu nähern. Ich konnte von der teilweisen Öffnung der Archives Henri Langlois profitieren und bin in der Lage, hier erstmals Auszüge aus der Korrespondenz des Gründers der Cinémathèque française mit Leni Riefenstahl zu veröffentlichen, was ein besseres Verständnis der Affäre Tiefland ermöglicht. Dank der Archive von Colmar bin ich in der Lage, zu enthüllen, wie die Verhöre und die Gefangenschaft von Leni Riefenstahl in den von Franzosen besetzten Zonen zwischen 1945 und 1948 verliefen. Damit werden bedeutende Quellen ans Licht gebracht, die zu einer besseren Einschätzung der gegen Leni Riefenstahl erhobenen Vorwürfe der Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit beitragen. Schließlich werden ergänzend zu den bereits veröffentlichten Versionen der Korrespondenz zwischen Cocteau und Riefenstahl erstmals Auszüge aus Briefen Cocteaus an Robert Favre le Bret bezüglich der Aufführung oder Nicht-Aufführung von Tiefland beim Festival von Cannes veröffentlicht, die die besonderen Beziehungen zwischen den beiden Künstlern ein wenig besser beleuchten. Die Titel der Filme von Leni Riefenstahl werden bei ihrer ersten Erwähnung auf Deutsch angegeben, danach auf Französisch. Der Olympiafilm heißt auf Deutsch Olympia. Er besteht aus zwei Teilen, die auf Französisch Les Dieux du stade und Jeunesse olympique betitelt sind. Um den gesamten Film zu bezeichnen, verwenden wir den deutschen Titel Olympia. Der französische Titel Les Dieux du stade wird verwendet, wenn er treffender erscheint, insbesondere nach dem Krieg, wo dieser Titel nach und nach beide Teile umfasst. Besonderer Dank gilt Marie-Claire Hoock-Demarle, meiner Doktormutter, die den Verlauf dieser Arbeit über sieben Jahre begleitet hat und deren Geduld oft auf eine harte Probe gestellt wurde. Schließlich gilt ein ganz besonderer Dank Robert Belot, dem dieses Werk sein Erscheinen verdankt und dessen unerschütterliche Unterstützung mir bei diesem neuen Schritt meiner Arbeit von unschätzbarem Wert war.

 

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Filmhistoriker.
Autor 1
Jérôme BIMBENET
Erscheinungsdatum
2005
Seiten
320
Einband
Broschiert
Format
14,8 x 21
Sprache
Französisch
Verlag
LAVAUZELLE