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Der Flug durch die Lüfte im Mittelalter – Historischer Essay über eine wissenschaftliche Utopie
In den mittelalterlichen Quellen wird der menschliche Flug selten direkt angesprochen: der katastrophale Versuch des englischen Mönches Eilmer von Malmesbury, die von Roger Bacon erträumte Flugmaschine oder das von Albertus von Sachsen und Nicole Oresme ersonnene, über der Luft schwebende Schiff gelten als berühmte Ausnahmen. Dennoch war diese Frage des Fliegens eine echte intellektuelle Herausforderung für das mittelalterliche Denken. Ob durch die natürliche Kraft der Vögel getragen, durch Geister (Seelen, Engel oder Dämonen) oder durch menschlichen Erfindungsgeist – die Flüge regen explizite oder indirekte reichhaltige Spekulationen an.
Und es war eine Herausforderung für die scholastische Wissenschaft, die mögliche Aufrechterhaltung eines schweren Körpers in der Luft durch Projektion zu denken – mittels Feuer oder heißer Luft, durch Magnetismus oder durch den Effekt des Horror vacui.
In diesem originellen historischen Essay untersucht Nicolas Weill-Parot die Auseinandersetzung der Wissenschaft mit Magie, Technik und Theologie. Nah an zahlreichen Quellen arbeitend, zeichnet er eine neue Geschichte des Fluggedankens in der Luft: jene der wissenschaftlichen Konzeptualisierung einer unzugänglichen Wirklichkeit.
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