Kämpfen und Sterben in der Normandie
Die GIs und die Feuererfahrung – Vom Tod zur Erinnerung: Normandie 1944. Wer hat noch nie versucht, sich in den Kopf der GIs zu versetzen, die im Sommer 1944 in die Hölle der Normandieschlacht geworfen wurden? Zum ersten Mal beleuchtet ein aus einer Doktorarbeit hervorgegangenes Werk das Verhalten der Soldaten der amerikanischen Armee unter Feuer – ein Thema, das in der Vergangenheit zugunsten einer rein militärischen Geschichtsschreibung allzu oft vernachlässigt wurde.
In diesen Seiten werden der Kampf, so wie er an vorderster Front erlebt wurde, sowie die Kriegsgewalt in all ihrem Schrecken und ihrer Komplexität behandelt. Mit einem neuen und einzigartigen Blick kehrt dieses Werk zum Schicksal der etwa 33.463 amerikanischen Soldaten, Matrosen, Küstenwächter und Flieger zurück, die an den Stränden und in den normannischen Obstgärten gefallen sind. Es verweilt insbesondere bei den tausend und einem Wegen, auf dem Schlachtfeld zu sterben, sowie bei der Anlage der provisorischen Militärfriedhöfe, denen anschließend zwei in der Normandie errichtete amerikanische nationale Ehrenmale wichen.
Im Zeitalter der Gedenkfeiern waren und bleiben die Gefallenen der amerikanischen Armee Gegenstand eines bedingungslosen kollektiven Kultes und einer kollektiven Huldigung. Doch man muss feststellen, dass diese Toten, die nicht wie andere waren, einer Instrumentalisierung unterzogen wurden, deren Konturen hier minutiös analysiert werden.
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