GENERAL VAUTHIER, EIN VISIONÄRER OFFIZIER
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Paul Vauthier (1885–1979) ist einer der brillantesten Offiziere seiner Generation. Als Polytechniker, Artillerist und Erster seines Jahrgangs an der École supérieure de guerre, der sieben Sprachen sprach, erneuerte er die Flugabwehr nach dem Ersten Weltkrieg und kündigte in visionären Schriften Kommandotruppen, Drohnen, den Einsatz von Hubschraubern und die Luftbetankung von Flugzeugen an. Vor allem erkannte er Ende der 1920er Jahre nicht nur die Bedeutung, die die LUFTWAFFE in einem künftigen Krieg haben würde, sondern auch die absolute Notwendigkeit, die Organisation der Landesverteidigung zu überdenken. Trotz zahlreicher interner Vermerke, Vorträge, Dutzender Presseartikeln und der Veröffentlichung von fünf Büchern – von denen das wichtigste ins Deutsche übersetzt und von Offizieren der Luftwaffe studiert wurde – blieben die meisten seiner Vorgesetzten ebenso wie die politischen Verantwortlichen ungläubig. Mit der Niederlage wurde das Schicksal von General Vauthier erschütternd: Er befehligte zwei Divisionen im Gefecht und musste erleben, wie die Wehrmacht in sechs Wochen triumphierte, indem sie die revolutionären Ideen anwandte, die er in der französischen Armee hatte umsetzen wollen. Als Kriegsgefangener verbrachte er fünf Jahre in Gefangenschaft in Königstein, bevor er nach dem Krieg außerordentliche Erfolge in der Geschäftswelt erzielte. Der Lebensweg Paul Vauthiers, eines genialen, aber vergessenen Vordenkers, beleuchtet die Niederlage von 1940 in einem neuen Licht und ermöglicht es, sich ein erneuertes Bild der Ereignisse und der Menschen zu machen, wie man sie kennt.
Verlag
PIERRE DE TAILLAC

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