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Kollaborateurinnen, 1940–1945 - Geschichte der Frauen, die das Vichy-Regime und die Nazi-Besatzer unterstützten
„Kollaborateurinnen": Allein die Erwähnung dieses Wortes ruft die Bilder Tausender Französinnen wach, die bei der Befreiung von der wilden Säuberungswelle erfasst und öffentlich geschoren wurden, weil sie mit dem Feind „gesündigt" hatten. Mitunter erinnert man sich auch an andere Ereignisse, die die Besatzungsjahre prägten – wie jene berühmte Deutschlandreise, die französische Schauspielerinnen 1942 mit dem „Zug der Schande" unternahmen. Dennoch lässt sich das Engagement der Frauen mit dem Feind ab 1940 nicht auf diese wenigen typischen Profile reduzieren.
In diesem bislang einzigartigen Werk über Frankreich in den finsteren Jahren evozieren Pierre Brana und Joëlle Dusseau die aktiven Kollaborateurinnen und betonen, dass es ihrer viele gab... und dass sie überall ihr Unwesen trieben. Einige sind selbstverständlich bekannt: etwa Künstlerinnen (wie Coco Chanel), Ehefrauen (man denke an Hélène, die Frau von Marcel Déat) oder „Töchter von" (wie Josée de Chambrun, die ihren Vater Pierre Laval vergötterte). Die meisten jedoch sind Unbekannte, aber viele waren nicht weniger gefährlich: Milizionärinnen, Gestapistinnen oder Spioninnen, die häufig logen, denunzierten, jagten oder gar Gewalt anwendeten. Aus welchen Gründen? Aus Not? Aus Liebe? Aus Überzeugung? Aus Sadismus?
Gestützt auf unveröffentlichte Quellen legen die beiden Autoren die Ergebnisse einer erschütternden historischen Untersuchung vor, die beweist, dass „kollaborieren" auch im Femininum konjugiert werden kann. Eine unverzichtbare Synthese, die eine bedeutende historiografische Lücke schließt.
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