IM SCHATTEN VON BOB DENARD – Die französischen Söldner von 1960 bis 1989
Anfang der 1960er Jahre: Inmitten der Entkolonialisierung des belgischen Kongos löst die Sezession Katangas die erste Konzentration ausländischer Kämpfer aus, die zu Hunderten herbeiströmen. Unter diesen "Kriegshunden" sind die Franzosen die aktivsten. Sie beginnen eine Art goldenes Zeitalter, eine Abfolge von Handstreichen und Staatsstreichen, die sich über den gesamten Kontinent erstreckt und sie unter anderem von 1978 bis 1989 die Kontrolle über die Komoren übernehmen lässt.
Während des gesamten Kalten Krieges dienten die "Affreux" (wie die Presse sie nannte) heimlich den Interessen ehemaliger Kolonialmächte, die eine starke Einflussnahme in Afrika aufrechterhalten wollten. Ihr Anführer Bob Denard war Gegenstand intensiver Medienberichterstattung. Zum ersten Mal untersucht dieses Buch die Gruppe der 147 französischen Söldner als Ganzes: ihre Herkunft, ihre markanten Persönlichkeiten, ihre internen Spaltungen, ihre Lebensweise, ihr Verhältnis zum Geld usw.
Dank der privaten Archive von Bob Denard, die zum ersten Mal enthüllt werden, und dank zahlreicher Zeugenaussagen taucht der Autor, weit abseits von Klischees, in das alltägliche Leben dieser Männer ein, die von Konflikt zu Konflikt ziehen. Einige fliehen eine dunkle Vergangenheit, andere sind gute Familienväter. Mehrere Kulturen und Generationen kreuzen sich: die Abenteurer, die "Freibeuter der Republik", die "Gangster".
Als Speerspitze des antikommunistischen Kampfes, als Verbindungsglieder der verdeckten Netzwerke der Françafrique, bevor sie von Paris verleugnet wurden, abwechselnd zwischen Reichtum, Ruhm und Niederlagen, finden die "Affreux" in der Welt nach dem Kalten Krieg keinen Platz mehr: Sie werden bald durch angelsächsische private Militärgesellschaften ersetzt.
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