Das COS – Geschichte der französischen Spezialkräfte
Das Commandement des opérations spéciales (COS) wurde durch einen Erlass des Verteidigungsministers Pierre Joxe am 24. Juni 1992 gegründet. Mit Sitz in Paris ist dieser teilstreitkraftübergreifende Stab damit beauftragt, die Militäroperationen der französischen Spezialkräfte zu konzipieren, zu planen und durchzuführen. Diese Missionen, die außerhalb klassischer militärischer Handlungsrahmen angesiedelt sind, zielen darauf ab, strategisch bedeutsame Ziele zu erreichen – insbesondere hinsichtlich der Erschließung von Einsatzräumen, in der Tiefe, gegen Hochwertziele oder im Bereich der Terrorismusbekämpfung. Walter Bruyère-Ostells beschreibt die Entstehungsgeschichte des COS und zeigt, wie es sich organisiert und seine ersten Missionen durchführt – unter anderem 2003 in Afghanistan erste Lorbeeren verdient. Seitdem als Teil des Kreises der besten Spezialkräfte der Welt anerkannt, arbeiten seine Einheiten zunehmend mit ihren angelsächsischen Pendants zusammen. In den 2010er Jahren, mit dem Anstieg der Terrorismusbekämpfung, erfahren die Spezialkräfte erneut neue Entwicklungen in ihren Aufgaben. Das vorliegende Werk beschreibt das COS nicht nur als Labor für neue Ausrüstungen oder innovative Handlungsmodalitäten für die Streitkräfte, sondern auch als ideales Beobachtungsfeld, um die Wandlungen des Krieges in den vergangenen dreißig Jahren zu verstehen. Denn aufgrund ihrer zentralen Stellung in Krisen- und Konfliktherden sowie ihrer Einsatzflexibilität sind die Spezialkräfte die Ersten, die sich an neue Konfliktformen anpassen.
Das Werk befasst sich außerdem mit dem COS innerhalb der politisch-militärischen Kette, die Operationen auslöst und führt. Dem direkten Befehl des Generalstabschefs der Streitkräfte (CEMA) unterstellt – was kurze Entscheidungsschleifen und eine enge politisch-militärische Kontrolle ermöglicht –, unterhält das COS bisweilen spannungsgeladene Beziehungen zu den Stäben der konventionellen Kräfte. Im Gegensatz zu den zahlreichen bereits vorliegenden Studien über diese " Soldaten im Schatten " insgesamt oder über eine der renommierten Einheiten des Heeres, der Marine oder der Luftwaffe (insbesondere 1er RPIMa, 13e RDP, Commandos Marine und CPA 10) stützt sich dieses Werk auf weitgehend unveröffentlichte, erstmals freigegebene Quellen, ergänzt durch mündliche Zeugnisse mehrerer COS- und CEMA-Kommandeure sowie von Operateuren der Spezialkräfte, die der Autor gesammelt hat. Darüber hinaus schildert es die großen Waffenleistungen des COS seit seiner Gründung (in Afghanistan, Somalia, Niger, Libyen, der Elfenbeinküste, dem Irak, Mali …). Das Standardwerk.
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