DIE SONDERMISSIONEN IM ERSTEN WELTKRIEG
Die Sondermissionen im Ersten Weltkrieg. Französische Geheimdienstmitarbeiter, die per Flugzeug hinter die deutschen Linien abgesetzt wurden.
Hinter dem Begriff „Sonder"-Missionen verbargen sich Einsätze, die von den Geheimdiensten und dem französischen Luftfahrtdienst im Verlauf des Großen Krieges organisiert wurden.
Es ging darum, Geheimdienstinformationen über den Gegner zu beschaffen (und gelegentlich seine Eisenbahnlinien zu sabotieren). Ihr besonderes Merkmal bestand darin, dass die Agenten nachts per Flugzeug hinter die feindlichen Linien gebracht wurden… Eine Innovation gewiss, aber vor allem eine echte technische und menschliche Herausforderung in einer Zeit, in der die Militärluftfahrt noch in den Kinderschuhen steckte!
Diese Missionen wurden im strengsten Geheimnis von Menschen organisiert, deren schöpferische Fantasie unzählige Probleme löste. Für die Ausführenden außerordentlich riskant, ermöglichten sie sehr häufig die vom Oberkommando angestrebten Wirkungen. Sie brachten schließlich außergewöhnliche Persönlichkeiten hervor: heroische „Missionare" (wie jene anonymen Zöllner und Soldaten aus den Ardennen) oder waghalsige Piloten (wie die berühmten Védrines, Guynemer oder Navarre und viele weitere französische Asse).
Hundert Jahre nach den Ereignissen stand eine genaue Untersuchung dieser Sondermissionen noch aus. Dies ist der Grund, weshalb Olivier Lahaie beschlossen hat, diese historiografische Lücke zu schließen.
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