GEHEIMMISSIONEN AN DER KÜSTE DES ÄRMELKANALS - 1941-1944
Das 1941 von François Claude gegründete Nachrichtennetz war dem militärischen Geheimdienst für London gewidmet.
Das Ziel war klar: Die gesammelten Geheimdienstinformationen sollten dazu dienen, die Angriffs- oder Verteidigungskapazitäten zu konterkarieren oder gar zu zerstören, die von der Küste des Ärmelkanals aus gegen das Vereinigte Königreich gerichtet waren. Auch wenn das Netzwerk von François Claude zu jenen Geheimdienststrukturen gehört, die keine historische Nachwirkung hinterließen, besitzt es dennoch eine doppelte Besonderheit. Das Netzwerk François Claude ist ohne Zweifel eines der wenigen in Frankreich, das vollständig auf die Initiative eines Jugendlichen zurückgeht, der mit dem Ungestüm seiner 18 Jahre beschlossen hatte, den Feind herauszufordern, indem er sich selbst zum Anführer einer Gruppe von Geheimdienstmitarbeitern erklärte.
Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass das Netzwerk von François Claude, das militärische Informationen entlang der Küste des Ärmelkanals und der Nordsee bis zur belgischen Grenze sammelt, die Schweiz als Drehscheibe nutzt, um seine Informationen an die Alliierten weiterzuleiten. Durch dieses Netzwerk treten die Beziehungen zwischen dem französischen Widerstand und der Schweiz zutage, einer Nation, die durch internationale Abkommen als neutral anerkannt ist.
Auf der Grundlage dieser beiden Besonderheiten bietet die historische Untersuchung des Netzwerks von François Claude viele interessante Aspekte.
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