GESUNDHEIT UND MORAL AUSGEZEICHNET – Kriegsgefangener 1939–1945
Itinerar des Sergeanten Jean Voleau, zwischen Kämpfen und Gefangenschaft anhand seiner Korrespondenz
Am 2. September 1939 steht Frankreich am Vorabend der Kriegserklärung an Deutschland als Reaktion auf dessen Einmarsch in Polen. Doch bereits fährt ein Zug Richtung Maas und die deutsche Grenze und bringt ein Bataillon des 14. algerischen Schützenbataillons dorthin. Auf einer Kiste sitzend schreibt Sergeant Jean Voleau, 23 Jahre alt, seiner Familie. Beginn einer langen, ununterbrochenen Korrespondenz – ein dünner Faden zu den Seinen durch die Monate des „drôle de guerre", die Kämpfe im Frühjahr 1940 und fast fünf Jahre Gefangenschaft.
Ende der 2000er Jahre findet der Sohn von Sergeant Voleau auf dem Dachboden des Familienhauses das Paket mit den Briefen wieder. Ein großartiges Zeugnis, das er aus dem Vergessen befreit und dem er ein Echo verleihen möchte. Zwischen den Briefen des Vaters und den sorgfältig dokumentierten und illustrierten Erklärungen und Kommentaren des Sohnes entstehen Verbindungen zum historischen oder familiären Kontext, um generationsübergreifend einen Text mit zwei Stimmen zu weben.
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