Im Jahr 1943 flieht die Familie von Prinz Michel de Bourbon-Parme, von den Nazis aus Europa vertrieben, nach New York. Als Nachkomme des Heiligen Ludwig mütterlicherseits und des dänischen Königs väterlicherseits weigert sich der junge Mann, die Niederlage hinzunehmen, und tritt mit 17 Jahren in die amerikanische Armee ein. Zum Leutnant befördert, vom OSS entdeckt und von William Casey, dem späteren Direktor der CIA, rekrutiert, schlägt er fortan einen außergewöhnlichen Weg ein. Nach England entsandt, tritt er der streng geheimen Einheit der Jedburgh-Kommandos bei, die im Sommer 1944 in Dreierteams über dem besetzten Frankreich abgesetzt werden, um die Widerstandsbewegungen auszubilden und den Feind zu bekämpfen. Das Team von Leutnant Michel de Bourbon-Parme, im Juni 1944 im Massif Central abgesetzt, schikaniert die Deutschen und verzögert insbesondere den Vormarsch der SS-Division Das Reich in Richtung Normandie. Mit 18 Jahren, nach der Befreiung, meldet er sich freiwillig für Indochina, wo die kommunistischen Việt Minh gerade die Unabhängigkeit erklärt haben und gegen die französische Präsenz kämpfen. Am 28. August 1945 wird er vom Service Action zusammen mit fünf weiteren Offizieren dort abgesetzt. Noch am selben Tag werden sie von den Việt Minh gefangen genommen. Die sechs Franzosen verbringen dann acht Monate in Gefangenschaft, acht Monate Hölle unter unvorstellbaren Bedingungen, die mit dem grausamen Tod von vier von ihnen bei mehreren Fluchtversuchen enden. Michel de Bourbon-Parme gelingt es, nach Laos zu gelangen, nachdem er den Dschungel Vietnams zu Fuß durchquert hat. Mit 20 Jahren demobilisiert, nachdem er mehrere Leben gelebt hat, widmet sich der Prinz seiner Leidenschaft für den Automobilrennsport (Zweiter bei der Tour de France auto 1964, Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans) und wird zum bevorzugten Gesprächspartner des Schahs von Iran, bei dem er Verträge für französische Unternehmen aushandelt. Mit stets demselben Wahlspruch wie in den indochinesischen Lagern: "Wer aufgibt, stirbt."