VERSAILLES – Von den Anfängen bis heute
Versailles, Domäne, Geschichte, Stadt und Territorium: Das Standardwerk!
Dieses neue Projekt über Versailles hat den Anspruch, das Erbe der Monographie von Pierre Verlet, Le Château de Versailles, veröffentlicht bei Fayard im Jahr 1961 und in einer Neuauflage 1985, fortzuführen. Dieses Muster an Gelehrsamkeit hat sich als Referenz für das Schloss des Ancien Régime durchgesetzt, das in seinen kleinsten Details analysiert wird. Verlets Text ermöglicht es so, die Etappen des Baus von Versailles und seiner Ausstattung nachzuzeichnen, gibt aber auch nützliche Hinweise zur Nutzung der Räumlichkeiten und ihrer Entwicklung bis zur Revolution. Dicht, ist er mit Plänen illustriert, die dem Leser die Orientierung im Schloss ermöglichen.
Doch seit 1985, dem Jahr eines wegweisenden Kolloquiums, das vollständig Versailles gewidmet war, haben sich die Arbeiten zu diesem Thema derart vervielfältigt, dass es nicht abwegig wäre, von "Versaillologie" zu sprechen, um diese Wissenschaft des Ortes und seiner Geschichte zu bezeichnen – an der Schnittstelle von Politikgeschichte, Kunstgeschichte – Architektur, Malerei, Bildhauerei, Druckgraphik, Gartenkunst, Musik, Tafelkunst –, Literaturgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Institutionengeschichte, Sozialgeschichte und Mentalitätsgeschichte.
Alexandre Maral, der sein Berufsleben Versailles gewidmet hat und nun dessen bester Kenner ist, hat beschlossen, eine neue Monographie nach dem Vorbild jener von Pierre Verlet zu veröffentlichen. Ziel ist es, dem neugierigen Leser das Wesentliche dessen zu bieten, was man über die Geschichte des Ortes wissen kann. Der Ansatz dieses neuen Werkes wurde jedoch in zweifacher Hinsicht erweitert: zeitlich, indem die Periode vor Ludwig XIV. wirklich berücksichtigt wird (lange vernachlässigt, ist diese Periode dennoch grundlegend, um das Interesse des Standorts Versailles zu verstehen, der in eine lange Geschichte eingebettet ist) und indem die Zeit nach 1789 (bis 2023) behandelt wird; räumlich, indem die Domäne, die Stadt und das Territorium einbezogen werden.
Da das Wissen um das Thema seit 1985 durch zahlreiche Studien bereichert wurde, verdiente der Ansatz eine Erneuerung und die Integration von Überlegungen zu Versailles als Herrschaftsinstrument und Destillat der Zivilisation. Das definitive Gesamtwerk, das Gelehrsamkeit und Lesefreude in einer sorgfältig gestalteten, gebundenen und reich illustrierten Ausgabe verbindet.
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