FRANKREICHS JUGEND UNTER DER BESATZUNG 1940–1945
Im Anschluss an den Ersten Weltkrieg und nach dem Waffenstillstand vom Juni 1940 setzte die französische Gesellschaft ihre Hoffnungen auf eine erneuerte Jugend, die fortan in der Lage sein sollte, das Ziel des Friedens zu fördern.
Der französische Staat griff diese Perspektive auf, indem er die Gründung zahlreicher Jugendbewegungen förderte, ein Secrétariat Général à la Jeunesse einrichtete und den Kult des Sports und der körperlichen Ertüchtigung vorantrieb. Darüber hinaus hatten alle Parteien der Kollaboration einen eigenen „Jugend"-Zweig innerhalb ihrer Bewegungen eingerichtet, oft im Rahmen eines erbitterten Wettbewerbs, seltener zugunsten einer ideologischen Einheit, die vor allem gegen Kriegsende zustande kam.
Die unglaubliche Vielfalt dieser Bewegungen mit den unterschiedlichsten sozialen und politischen Grundlagen, die oft auf dem minimalen Lehrgebäude der Révolution Nationale ruhten, brachte eine uniformologische Vielfalt hervor, die ihresgleichen sucht. Ihre Anführer, die aus der Berufsarmee, der extremen Linken oder der maurassischen Tradition stammten, bewahrten bis zum Ende des Krieges oft einen Geist des Kirchturmdenkens, den die deutschen Behörden nicht abzubauen wünschten.
Diese Geschichte der Bewegungen während der vier Jahre der Besatzung zeichnet dieser reich bebilderte Band mit zahlreichen unveröffentlichten Dokumenten nach.
Sicherer Bezahlvorgang
Lieferung
(+33) 01.79.75.05.50
Das könnte Ihnen auch gefallen