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MALI, ein zu erringender Frieden
L20220106
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Erscheinungsdatum
Der Krieg in Mali ist unverständlich, wenn man nicht die Zeugnisse der unmittelbar Beteiligten mit einer eingehenden Reflexion über die langfristige Instabilität des Sahelraums verbindet. Mali, ein zu erringender Frieden präsentiert erstmals die unveröffentlichten Zeugnisse von Offizieren, die in den ersten Wochen des Einsatzes operative Führungsaufgaben innehatten. Diese Erfahrungsberichte decken das gesamte Spektrum der Verantwortlichkeiten ab, die Offiziere des Heeres im Gefecht getragen haben. Eine Leitidee kristallisiert sich dabei heraus: Wenn es der französischen Armee gelungen ist, ein riesiges Territorium trotz der Mängel ihrer Ausrüstung vorübergehend zu stabilisieren, dann weil sie auf einen geokulturellen Ansatz gesetzt hat, der ihre Besonderheit ausmacht. Für die Offiziere und Lehrer der französischen Armee steht außer Zweifel, dass die politische Stabilisierung Malis ohne eine wirkliche Berücksichtigung seiner kulturellen Bruchlinien nicht gelingen kann. Andernfalls bliebe der Frieden äußerst fragil. Im Verlauf der Seiten treten wissenschaftliche Artikel und militärische Zeugnisse in einen Dialog und lassen die Konturen einer französischen Kriegskunst erahnen – eben jene, die heute die Bewunderung unserer Verbündeten hervorruft, ohne jedoch die leichte Sorglosigkeit unserer eigenen Öffentlichkeit zu erschüttern.
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Dieser Essay wurde von der Gruppe SYNOPSIS des Centre de Recherches des Écoles de Coëtquidan unter der Leitung von Olivier HANNE verfasst. SYNOPSIS, das ein interdisziplinäres Netzwerk aus Universitätsprofessoren und Offizieren koordiniert, hat das Ziel, Kultur in den Dienst des Handelns zu stellen.
- Autor 1
- Olivier HANNE
- Erscheinungsdatum
- 2014
- Seiten
- 260
- Einband
- Broschiert
- Format
- 15.5 x 22
- Sprache
- Französisch
- Verlag
- LAVAUZELLE